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Deutsche Hochschule für Körperkultur Leipzig 1950 - 1990
Entwicklung, Funktion, Arbeitsweise

DHfK Leipzig 

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Das Buch

Die von der Staatsregierung des Landes Sachsen im Jahr 1990 verfügte Abwicklung der Deutschen Hochschule für Körperkultur in Leipzig ist bis zum heutigen Tag umstritten. 10 Jahre nach der Vereinigung im Deutschen Sport bilanzierten deutsche Sportfunktionäre, dass es ein Fehler war, "die Deutsche Hochschule für Körperkultur in Leipzig zu schließen … und wir uns zu wenig Gedanken gemacht haben über das DDR-Sportsystem." (Die Welt, Berlin, 7. Dez. 2000)
 
Dieser sportpolitische Hintergrund sowie vor allem das Bedürfnis der Hochschulangehörigen, über 40 Jahre ihrer Arbeit objektiv zu berichten, gaben den Anstoß zur Herausgabe eines Sammelbands über die Entwicklung, Funktion und Arbeitsweise dieser einstigen international anerkannten Hochschule des Sports. 29 ehemalige Hochschullehrer der DHfK berichten als Zeitzeugen in rund 40 Beiträgen über ihre Arbeit.
 
In einem ersten Teil wird die Entwicklung der DHfK von 1950 bis 1990 im Überblick behandelt, und es werden Arbeitsbeziehungen und Ausbildungsaufgaben dargestellt. Zum DTSB als dem Hauptpraxispartner der DHfK gab es vielfältige Arbeitsbeziehungen.
In einem zweiten Teil des Sammelbands werden Schwerpunktaufgaben der DHfK in Lehre, Forschung und Wissenschaftsentwicklung am Beispiel einzelner Wissenschaftsdisziplinen und Forschungsprojekte dargestellt. Die Umsetzung der Grundprinzipien hochschulpolitischer und hochschulpädagogischer Arbeit (Einheit von Theorie und Praxis, Einheit von Bildung und Erziehung, Einheit von Lehre und Forschung) wird exemplarisch erläutert.
 
Während der 40 Jahre des Bestehens der DHfK absolvierten ca. 19.000 Studenten und Graduierte die unterschiedlichen Studien-, Lehrgangs- und Weiterbildungsformen der Hochschule. Ausgebildet wurden Lehr- und Leitungskader für die Bereiche Volks-/Freizeit- und Erholungssport, Leistungs- und Schulsport sowie Militärische Körperertüchtigung im Direkt- und Fernstudium. Ab 1969 wurden die Trainer und Funktionäre des Leistungssports der DDR jeweils einmal pro Olympiazyklus weitergebildet. Ca. 650 Fachärzte für Sportmedizin erhielten an der DHfK ihre sportwissenschaftliche Ausbildung. Mehr als 2.400 ausländische Studierende aus 94 Ländern absolvierten die DHfK.
Insgesamt bieten die hier erarbeiteten Beiträge einen wichtigen Überblick zu Hauptaufgaben und wesentlichen Arbeitsergebnissen der DHfK in den 40 Jahren ihres Bestehens.

Der Inhalt


Vorwort

Teil 1

Leitung, Arbeitsbeziehungen und Ausbildungsaufgaben

Deutsche Hochschule für Körperkultur (DHfK) 1950-1990 – Überblick
Günther Wonneberger

Akademischer Senat und Wissenschaftlicher Rat
Gerhard Lehmann

Die Arbeit der Fakultät für Sportmethodik
Jochen Lenz

Verantwortung und Aufgaben der Sektionen
Siegfried Lorenz und Erhard Schumann

Die Zusammenarbeit der DHfK mit dem DTSB der DDR
Hans Schnürpel

Die internationalen Wissenschaftsbeziehungen der DHfK
Lothar Kalb

Die Entwicklung der Hochschulbibliothek
Gisela Fiedler

Die Verwaltung der Deutschen Hochschule für Körperkultur
Herbert Groß und Hans Schnürpel

Die Ausbildung von Trainern
Norbert Rogalski

Berufsspezifische Anforderungen des Trainers sind bestimmend für die Spezialisierungsinhalte der Leistungssportausbildung an der DHfK
Berndt Barth

Die Ausbildung von Schulsportlehrern
Dieter Hampe

Die Ausbildung von Leitungsspezialisten für den Sport
Detlev Schröter

Die Ausbildung von Diplomsportlehrern mit der Spezialisierungsrichtung Militärische Körperertüchtigung
Eberhard Böhm

Die Ausbildung von Diplomsportlehrern für den Volkssport, Freizeit- und Erholungssport, Massensport
Brigitte Schellenberger

Die Aus- und Weiterbildung ausländischer Sportfachexperten an der DHfK
Lothar Kalb

Das Fernstudium
Norbert Rogalski

Der Beitrag der DHfK zur Ausbildung von Fachärzten für Sportmedizin
Klaus Gottschalk

Der wissenschaftliche Nachwuchs der DHfK
Horst Hecker

Mitarbeit in der HSG – integraler Bestandteil des Studiums
Lothar Kalb und Walter Renner

Studien- und Lebensbedingungen der Studierenden
Detlev Schröter

Teil 2

Lehre, Forschung und Wissenschaftsentwicklung

Von der Volksschule zu akademischen Graden
Horst Hecker

Studienpläne – Grundlage der Ausbildung
Norbert Rogalski

Befähigung der Studenten zur selbstständigen wissenschaftlichen Arbeit
Detlev Schröter

Bewegungslehre
Günter Schnabel

Biomechanik sportlicher Bewegungen
Gerhard Hochmuth und Gert Marhold

Allgemeine Theorie und Methodik des Trainings
Günter Schnabel

Sportmedizin und Naturwissenschaften an der DHfK
Kurt Tittel

Porträt der Wissenschaftsdisziplin - Leitung der Körperkultur (Sportmanagement)
Hans Schnürpel

Grund- und Spezialausbildung im Wintersport
Siegfried Lorenz

Der Wissenschaftsbereich Wasserfahrsport/Touristik
Jochen Lenz

Die Wissenschaftsdisziplin Ästhetik des Sports und die Galerie Sport in der Bildenden Kunst
Günter Witt

Forschung im Nachwuchsleistungssport
Siegmund Rahn

Sichtung, Eignungsbeurteilung und Auswahl im Nachwuchsleistungssport der DDR – Forschungsgruppe Eignung und Auswahl der DHfK
Sieghart Hofmann

"Physische Entwicklung der jungen Generation" – ein langjähriges Forschungsanliegen der Deutschen Hochschule für Körperkultur
Wolfram Crasselt

Entwicklung der Sportsoziologie an der DHfK
Fred Gras

Volkssportforschung
Frigga Dickwach

Internationale Forschungsgemeinschaft "Aktive Freizeitgestaltung durch Sport und Touristik"
Ilse Buggel

Entwicklungskonzepte für sportmethodisch orientierte Disziplinen an der DHfK: Dargestellt an den Konzepten der Zweikampfsportarten von 1980-1990
Berndt Barth

Wissenschaftliche Arbeit auf der Ebene der Sportartengruppe, dargestellt am Beispiel der Zweikampfsportarten
Gerhard Lehmann

Die Herausgeber