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Über die ZFS

Zielsetzung, Inhalte und Entstehungskontext

Die ‚Zeitschrift für sportpädagogische Forschung’ (ZSF) verfolgt das Anliegen, die wissenschaftlichen Diskurse zu den Phänomenen Bewegung, Spiel und Sport in den Perspektiven von Erziehung, Bildung, Sozialisation und Unterricht zu erschließen und zu fördern. Dafür soll nicht die Festlegung auf ein bestimmtes inhaltliches oder forschungsmethodisches Paradigma bestimmend sein, sondern gedankliche Beweglichkeit, konstruktiver Dialog, fruchtbare Entwicklung und Reflexion von Theorie und Empirie. In das Blickfeld können dabei alle Abschnitte des Lebenslaufs und alle Praxisfelder von Sport- und Bewegungskultur geraten, in denen pädagogische Fragestellungen eine Rolle spielen (z. B. Schulsport, Vereinssport, Selbstorganisierter Sport etc.). Die Vielfalt sportpädagogischer Forschungsthemen und -ausrichtungen erhält somit – orientiert an wissenschaftlicher Substanz und gesellschaftlicher Relevanz – ein offenes Forum, Entwicklungen zu beschreiben, zu analysieren und zu erörtern, sie kritisch zu hinterfragen oder auch zukunftsbezogen zu modellieren.

Eingeladen, an diesem Projekt mitzuwirken, sind selbstverständlich die Kolleginnen und Kollegen der Sportpädagogik und Sportdidaktik, wie auch Vertreterinnen und Vertreter benachbarter sportwissenschaftlicher Disziplinen, deren Themen, Fragestellungen und Erkenntnisse anschlussfähig an die sportpädagogischen Diskurse sind. Ebenso können Beiträge aus nicht- sportwissenschaftlichen Disziplinen, wie beispielsweise der Erziehungswissenschaft, der Soziologie oder Psychologie von Interesse sein, wenn sie die theoretischen und empirischen Konstruktionen der Sport- und Bewegungspädagogik spezifisch anzureichern oder grundlegend zu untermauern – gegebenenfalls auch zu erschüttern – vermögen.

Angesichts der erheblichen Entwicklungsdynamiken in der Wissenschaftslandschaft erscheint das Wahrgenommen-Werden einzelner Disziplinen in stärkerem Maße vom Prozess des Sich-Zeigens abhängig zu sein. Deshalb soll diese neue, erstmals ausschließlich wissenschaftlich ausgerichtete Zeitschrift auch dazu beitragen, das sportpädagogische Profil im Ensemble (sport-)wissenschaftlicher Disziplinen deutlicher und sichtbarer werden zu lassen. Eine notwendige Voraussetzung dafür ist ein angemessenes, forschungsbasiertes Anspruchsniveau. Um diesen Anspruch zu gewährleisten, wendet die Zeitschrift konsequent das double-blind Peerreview-Verfahren an, das der Sicherung wie auch der Reflexion unserer Standards dient.

Die Planungen und manifesten Vorbereitungen des Projekts umfassten gut zwei Jahre und wurden auf Vorschlag der sportpädagogischen Fachgruppen in DGfE und dvs von der aktuellen Herausgebergruppe übernommen. Sie wird die Zeitschrift durch die ersten vier Jahre (ge-)leiten und soll im Anschluss sukzessive und kontinuierlich neu zusammengesetzt werden. Dieses initiale Herausgeberkollegium entwickelte die Konzeption der Zeitschrift, warb die ersten Beiträge ein, organisierte das Reviewverfahren, gründete den 'Verein zur Förderung sportpädagogischer Forschung', der als Träger der Zeitschrift fungiert.